Das Ziel

Education Togo hat als zweites Projekt einen Schulbau in Bougabou realisiert. Das Ziel war, im Dezember 2011 mit dem Bau eines Mittelschul-Gebäudes zu beginnen, welches 160 Kindern aus Bougabou und 6 umliegenden Dörfern zur Verfügung stehen soll. Die nunmehr im Mai 2012 fertiggestellte Schule besteht aus 4 Klassenzimmern (je 9x7m) und einem Lehrerzimmer (4x7m). Eine auf dem Dach befestigte Solaranlage, gesponsert von KWP, versorgt die Schule bereits mit Elektrizität. Insgesamt haben wir für dieses Projekt EUR 20.000 gesammelt.

Wieso machen wir das?

Bildung ist in Togo – so wie in jedem anderen Land dieser Erde – der Schlüssel zu einer besseren Zukunft. In der Schule lernen die Kinder nicht nur Lesen und Schreiben, sie lernen ihre eigenen Fähigkeiten kennen und entwickeln Ehrgeiz. Sie lernen zu erkennen, was sie aus eigener Kraft tun können, damit sie und ihre Familien in Zukunft ein besseres Leben führen.

Bougabou ist ein kleines Dorf in der Region Kara im Norden Togos. Die nächste adäquat ausgestattete Mittelschule befindet sich 11 km entfernt in der Kleinstadt Bassar. Angesichts der Tatsache, dass Kinder in Togo den Schulweg zu Fuß beschreiten müssen, ist diese Distanz für viele ein unüberwindbares Hindernis.

Die vorige Schule in Bougabou bestand aus einem auf Holzpfosten befestigten Strohdach, welches weder vor Witterung, noch vor Lärm und Ablenkung schützte (siehe Fotos unten).

Die Schulklassen in Bougabou besaßen keine eigenen Schulbänke, sondern waren darauf angewiesen, diese von der nahegelegenen Volksschule zu mieten (!), sobald diese alt und kaputt waren. Auch dann teilten sich 3 oder sogar 4 Schüler eine ca. 1m lange Bank. Fließendes Wasser und Elektrizität waren weder in der Schule, noch in den Dörfern vorhanden.

Daher wurde das neue Schulgebäude mit Solarpanels ausgestattet, um die in Togo leicht zugängliche und effiziente Form der Stromerzeugung durch Sonnenstrahlung zu nutzen. Da sich viele Familien keine Petroleumlampen leisten können, ist die Elektrifizierung der Schule von besonderer Bedeutung. Auf diese Weise können Kinder nach Sonnenuntergang in der Schule lesen und lernen und auch Abendkurse werden möglich. Darüber hinaus können Lehrer in Zukunft elektronische Geräte, wie beispielsweise Laptops oder Photokopierer, für den Unterricht nutzen.

Wir wollen den einheimischen Kindern eine Schule bieten, in die sie zu jeder Jahreszeit gleich gerne gehen, die ihnen den Verzicht auf einige Stunden Mitarbeit am Feld oder harte Arbeit im Ausland erleichtert und in der sie die notwendigen Bedingungen vorfinden, um das zu lernen, was sie für ihren weiteren Lebensweg benötigen.

Wie machen wir das?

Wir sind vor Ort und im Ausland. Wir haben Bougabou im September 2011 besucht und hatten die Gelegenheit, mit zahlreichen Personen zu sprechen und die Durchführbarkeit des Projekts eingehend zu überprüfen. Unser Teammitglied Jacqui lebt seit über einem Jahr als Voluntärin des „United States Peace Corps“ in Togo und hat sich während der gesamten Bauphase im nahegelegenen Bassar aufgehalten. Sie stand dabei in ständigem Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung und dem beauftragten Baumeister. Sie überwachte die Planung und Umsetzung des Projekts, kontrollierte den Baufortschritt, bezahlte die Rechnungen und war erste Anlaufstelle und Kontaktperson vor Ort.

Unser Motto lautet „for local people, by local people“. Eigeninitiative der Bevölkerung und Zusammenarbeit haben das Fundament gebildet, auf dem die Schule gebaut wurde. Schließlich sollte nicht unser Wunsch nach einer Schule in Erfüllung gehen, sondern der Wunsch der Einheimischen. In diesem Sinne versteht sich Education Togo als Unterstützer in diesem Prozess. Schlussendlich konnten wir das fertiggestellte Gebäude ruhigen Gewissens in gute Hände übergeben und voll Zuversicht sagen, dass es noch viele Jahre Kindern die Schulbildung ermöglichen wird.

Education Togo ist daher stets bestrebt sowohl die einheimischen Kinder, Eltern und Lehrkräfte, als auch die lokalen Verwaltungsinstitutionen und deren Mitglieder miteinzubeziehen, die das soziale und kulturelle Leben der Bevölkerung prägen. Aus eigenem Antrieb hat sich die Gemeinde bereit erklärt, den Bau der Schule mit allem, was ihnen zur Verfügung steht, zu unterstützen: das Grundstück wurde großzügig von der Familie des Schuldirektors gespendet; das Gebäude wurde von den Dorfbewohnern eigenhändig errichtet werden, um Arbeitskräfte zu sparen; für den Zement trugen Dorfbewohner Wasser aus dem naheliegenden Fluss heran, bis ein Brunnen gebaut wurde. Auch den Sand stellten die Einheimischen selbst zur Verfügung.

Das Projekt wurde also nicht nur von der einheimischen Bevölkerung tatkräftig mitgetragen, sondern auch von der Gemeindeverwaltung, vom Schulinspektor und sämtlichem Lehrpersonal sowie der ansässigen katholischen Kirchengemeinschaft unterstützt.

Machen Sie sich hier selbst ein Bild von dem Dorf, den Kindern und dem, was bis jetzt dort als Schule verwendet wurde. Die Fotos der neuen Schule finden Sie auf der Startseite!

 

Wie unterscheiden wir uns von anderen gemeinnützigen Initiativen?

 

Und hier befindet sich das Dorf!